Tübingen. Die vierte Auflage des Tübinger Herbstsprints hatte wirklich jedem etwas zu bieten. Die Zuschauer durften unter anderem Olympiateilnehmer, Weltmeister, Oberbürgermeister und Cambridge-Studenten anfeuern. Wie in den drei Jahren zuvor wurde die Stimmung an der 350 Meter langen Regattastrecke durch ununterbrochenen Sonnenschein zusätzlich angeheizt.
Die Favoriten aus Ulm holten sich im Vereinsachter den „Fidelia“-Wanderpokal und die von den Stadtwerken Tübingen gestiftete Siegprämie von 200 Euro. Die mit früheren und aktuellen Nationalruderern besetzte Crew um den Olympiateilnehmer Urs Käufer ließ im Finale nichts anbrennen. Der erfolgreichste Tübinger Ruderer Wolfgang Birkner musste sich mit seinen drei Söhnen im Rheinfeldener Achter mit Platz zwei vor Stuttgart zufrieden geben. Die Tübinger Lokalmatadoren scheiterten nach einem Fehler im Hoffnungslauf knapp an den Erzrivalen aus Stuttgart.
Ein weiterer Höhepunkt war der Hochschul-Männerachter mit internationaler Beteiligung aus Paris und Cambridge. Überraschend sicherte sich hier die Mannschaft der Universität Tübingen in einem spannenden Finale den Sieg vor Cambridge und Göttingen. Die Göttinger triumphierten dafür in sämtlichen Gigvierern der Hochschulruderer und verteidigten unangefochten den Attempto-Cup vor den Teams aus Tübingen und Stuttgart.
Erstmals wurde im Vergleichskampf zwischen dem Ruderclub Nürtingen und dem Tübinger Ruderverein ein Rennen der Frauenachter ausgetragen. Die Tübinger Mannschaft behielt hier die Oberhand, während die Nürtinger erneut in sämtlichen Nachwuchsklassen siegten und mit 7 zu 5 Punkten knapp den Neckarpokal gewannen.
Für das zum zweiten Mal ausgetragene Firmenrudern hatten 13 Mannschaften gemeldet. Im Vorfeld der Regatta wurden sie von erfahrenen Betreuern des Tübinger Rudervereins trainiert. Die Anwälte von Kroll & Partner Reutlingen gewannen in der offenen REMATCH-Klasse der Vorjahresteilnehmer am Firmenrudern vor den Titelverteidigern von den Stadtwerken. Bei den Damen waren die Siegerinnen des vergangenen Jahres von der Gaststätte Boulanger erneut erfolgreich. Oberbürgermeister Boris Palmer musste mit seinem Team im Kleinen Finale der offenen CHALLENGE-Klasse für Ruderanfänger den „Wikingern“ von Postweiler den Vortritt lassen. Das Große Finale entschieden die „Ritter der Kokosnuss“ von der Kreissparkasse Tübingen für sich. Einen Sieg für die Stadtverwaltung gab es schließlich noch im CHALLENGE-Rennen der Damen.
Die inzwischen zur Tradition gewordene Ruderregatta zog wieder rund 300 Zuschauer an den Neckar und bekommt zur Freude der Veranstalter einen immer festeren Platz im Regattakalender der verschiedenen Rudermannschaften.